drinnen & draußen ::: Haushaltskram
14.01.10: Haushaltskram
4 Wochen in meinen neuen 4 Wänden: heut an meinem freien Tag hatt ich mir putzen und waschen vorgenommen. An sich keine Schwierigkeit … und doch herausfordernd:
die Waschmaschine im Keller funktioniert nur mit 50-Cent-Münzen, was ich feststellte, als ich mir von ner anderen Hausbewohnerin die Tricks und Tücken im Umgang mit diesem technischen Gerät erklären lies. Da ich nicht genügend Münzen des erforderlichen Werts in meinem Rucksack, Portemonnaie und Jackentaschen auftreiben konnte (und dabei waren nur insgesamt 2 erforderlich), zog ich gezwungenermaßen noch mal durch die Straßen Norderneys, um nach 18 Uhr noch ein geöffnetes Geschäft zu finden, um mir dort besagte Münzen zu organisieren – immer in der Hoffnung, dass in der Zwischenzeit niemand sonst die Waschmaschine in Beschlag nehmen würde. Der Zeitungskiosk war meine Rettung – wahrscheinlich die einzige Adresse, die im Umkreis von einem Kilometer überhaupt als Anlaufstelle in Betracht kam. Wechseln erwies sich als unmöglich, so erwarb ich denn mal schnell noch eine Postkarte und nun überleg ich, wessen Briefkasten ich damit vorm Verhungern bewahren kann. Der zweite Teil meiner Waschsession bestand in der Austüftelung der Konstruktion, die Wäscheleine in meinem Bad so zu spannen, dass genügend Platz für das Aufhängen der Wäsche zur Verfügung steht und trotzdem mein Bad noch benutzbar bleibt. Bin stolz auf meinen Erfolg *g*
11.01.10: draußen und drinnen
draußen fegt der eiskalte Ostwind über den Strand. Vorgestern hab ich schon nach 100m aufgegeben – auch wenn ein verschneiter Strand und Schneewehen auf der Strandpromenade hier Seltenheitswert haben. 4 Wochen bin ich jetzt schon fast hier und so langsam kommt Alltag auf. Wenn ich den ganzen Tag mit Menschen zu tun habe, genieß ich die Einsamkeit der Nachtspaziergänge am Meer im Winter.
Gebetsspaziergänge. Weiter Blick übers Meer. Die Unendlichkeit des Horizonts. Die Unendlichkeit Gottes.
Nirgends sonst erscheint mir Gottes Wesen greifbarer als in der Natur – greifbar in endlicher Begrenztheit.
Jetzt sitz ich Zuhause. Drinnen. Mein Laptop spielt karibische Musik. Gute Laune macht sich breit. Ich hab heut frei. Meine Gedanken schweifen durch den Tag, der sich dem Ende neigt. Und ein Schmunzeln macht sich auf meinem Gesicht breit. Mal wieder von Gottes Humor überrascht. Und wie er versorgt. Und von seinem Timing. Ich die Tage noch darüber nachgedacht, was ich unbedingt noch brauch: ein Pürierstab und ´nen Mixer, damit ich ordentlich kochen kann. Wichtig Bemerkung: hier auf’er Insel gibt es die meisten Sachen nur nobel überteuert oder sie sind nicht zu bekommen. Aber was entdeck ich heut beim Essen einkaufen: genau das in ’nem Kombigerät im Angebot – also ganz praktisch für wenig Platz. Freu ich mich drüber. Ja genau, so was macht gute Laune. Und: Gott ist gut.