gestern war Welternährungstag.
und die Fakten sind unbegreiflich:
jeder sechste Mensch auf der Erde leidet an chronischer Unterernährung (insgesamt über 1 Milliarde Menschen) und in Europa und Nordamerika leben die Menschen in so einem Überfluss, dass Fettleibigkeit zur Volkskrankheit geworden ist. Ständig preist die Werbung neue Nasch-, Snack- und FastFood-Kreationen an.
Essen ist zur Qual geworden - Kompensationsverhalten und Essstörungen so normal, dass es schwer ist, vor allem junge Menschen zu finden, die ein gesundes Essverhalten aufweisen.
in Afrika, Asien und Südamerika hungern Menschen (darunter viele Kinder) und im reichen Norden leben wir in so einem Überfluss, dass täglich Tonnen an Lebensmitteln auf dem Müll landen. und Menschen, die Lebensmittelreste nutzen statt sie wegzuwerfen, werden von Gerichten verurteilt. und abgemagert wird als schön zelebriert - auf Laufstegen und in Magazinen etc.
dass hier was falsch läuft, ist offensichtlich!
doch die Frage bleibt - was kann ich als Einzelne da tun? wie fange ich bei mir an?
was gebe ich Woche für Woche für ungesundes Essen aus (Junkfood, Süßes etc.)? Wie gehe ich überhaupt mit Essen um (Getränke eingeschlossen)?
deswegen ein Selbstexperiment:
- wieviel spare ich in einer Woche, wenn ich statt ungesunde Lebensmittel zu kaufen, das Geld in ein Sparschwein packe und wo kann mit dem Geld am meisten geholfen werden?
- und was hat es für Auswirkungen, wenn Lebensmittel wegwerfen, keine Option in meinem Alltag mehr ist
- wie verändert es mein Leben, wenn ich bei einer Mahlzeit am Tag an die Geschwister denke, die nicht genug auf dem Teller haben
zugegeben, das sind nur 3 kleine Schritte - aber man kann nur losgehen, wenn man mit einem Schritt beginnt
ok, jetzt wird es ernst:
Experiment gestartet: heute, 17.10.2009