bei Jubiläen neigen Leute dazu, sich Zeit zu nehmen zum Zurückschauen, Zeitspannen zu überblicken, Entwicklungen auszumachen, Prozesse zu erfassen
am 19.Januar war für einige so ein Tag - vor 90 Jahren wurde Frauen das Recht zugestanden, wählen zu gehen
(was mensch von diesem Recht, dieser Option und den daraus resultierenden realen Einflussmöglichkeiten hält, sei jetzt mal dahin gestellt)
viele haben sich zum Thema Gleichberechtigung/Gleichbehandlung geäußert, und doch ist die Realität oft weit davon entfernt - einiges hat sich getan, das Ziel noch nicht erreicht
Rollenverteilung und geschlechtertypische Verhaltensmuster und Charakteristika, Chancegleichheit im Beruf, Unterschiede bei Gehalt und Lohn, Mehrfachbelastung - Schlagwörter, Begriffe, Fragen, noch offene Fragen, fehlende Begründungen,
Unverständnis, Wut, Unsicherheit, Kritik,
oberflächlicher Fortschritt - vielleicht doch nur theoretisch
“mir begegnen Männer doch heute mit einer grundsätzlichen Offenheit, mit Toleranz. Wenn ich mich also frage, warum habe ich es nicht geschafft, mit ihnen gleichzuziehen, dann gerate ich als junge Frau in die Gefahr, nur individuelle Defizite verantwortlich zu machen, anstatt gesellschaftliche Ursachen zu benennen” (Jana Hensel, Autorin)
Verinnerlichtes,
Sozialisation,
Unzulänglichkeitsgedanken und -gefühle,
ich bin schuld - bin ich schuld?
Lösungen?
Handlungsmöglichkeiten?
Handlungsansätze?
“Heute wird klar, dass das gleichberechtigte Mitmachen der Frauen im Grunde für die Männer ein genauso tiefer Einschnitt ist wie für die Frauen. Gleichberechtigung kann nur funktionieren, wenn die Frau nicht der Supermensch werden muss und alle anderen dürfen so weiterleben, wie sie bisher gelebt haben” (Angela Merkel, Bundeskanzlerin)
Lösungen?
Handlungsmöglichkeiten?
Handlungsansätze?
Quote
“man diskreditiert diese Mechanismen als überholt, aber ich habe den Eindruck, dass dahinter schlicht Diskriminierung steckt: das Argumentist ja, dass die Quote unqualifizierte Frauen fördere. Das ist für mich nichts anderes als der latente Vorbehalt, Frauen seien grundsätzlich nicht oder nur in Ausnahmefällen für Jobs geeignet, für die bisher Männer verantwortlich waren” (Jana Hensel, Autorin)
miteinander statt Positionssicherung
miteinander statt Positionserweiterung
miteinander statt Rache
und doch berechtigte Kritik
und doch nötiges Umdenken
und doch berechtigte Unzufriedenheit, berechtigte Unzufriedenheit, berechtigter Schmerz
und doch nötiges Aufbrechen üblicher Geschlechtermuster
und doch verändertes Miteinander
Heilung. Vergebung.
Selbstwert.
Freiheit. ohne unrealistische Erwartungen
miteinander - sich gegenüber